Die Rallye Dakar ist ein seit 1979 jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenes Offroad Motorsportrennen und zweifelsohne die berühmteste Wüstenrallye der Welt. Gründer der Rallye war der Franzose Thierry Sabine, der 1986 während der "Dakar" bei einem Helikopter-Unfall ums Leben kam. Für wenige Jahre übernahm sein Vater die Rallye, verkaufte sie aber anschließend an die ASO (Amaury Sport Organisation), die die Rallye bis heute ausführt. Die ASO ist ein großes französisches Sport-Unternehmen, das z.B. auch die Tour de France im Radsport veranstaltet. Im Gegensatz zu den Rennen der WRC Rallye Weltmeisterschaft, bei der während eines langen Wochenendes eine Reihe von kurzen Prüfungen gefahren werden, ist die Dakar als Rallye Raid ein echtes Langstreckenrennen. Hier werden einzelne Etappen von über 800 km Länge zurückgelegt - der Großteil davon auf Wüstenboden. Erschwerend wirkt sich die Tatsache aus, dass die Teilnehmer - mit Ausnahme eines Ruhetags in der Mitte des Rennens - jeden Tag unterwegs sind. Insbesondere für Privatiers ohne Werksunterstützung oder Mechanikerteams bedeutet dies eine enorme Belastung. Sind die Etappen innerhalb des festgesetzten Zeitlimits bewältigt, müssen die Privatiers ihr Fahrzeug in Eigenregie reparieren bzw. Verschleißteile wechseln. Erreichen diese Fahrer das Ziel erst in der Nacht, müssen Schlaf und Service reduziert oder der Start zur nächsten Etappe verschoben werden. Die Rallye fand ihrem ursprünglichen Namen Paris-Dakar entsprechend, zunächst zwischen der französischen Hauptstadt und der senegalesischen Metropole statt. Inzwischen variieren Streckenführung sowie Start- und Zielort von Jahr zu Jahr. Die Rallye 2006 führte in 17 Etappen von Portugal mit Start in Lissabon über Spanien, Marokko, West-Sahara, Mauretanien, Mali, Guinea und den Senegal zum Zielort Dakar. 1992 lag die Ziellinie in Kapstadt und man nahm sich eine Woche mehr Zeit, um den Kontinent zu durchqueren. Motorsportlich war diese Route für die Teilnehmer unbefriedigend. Auf Grund der engen Pisten in Zentralafrika konnte kaum überholt werden. Seine Inspiration zur Gründung der Rallye Dakar fand der Franzose Thierry Sabine in der Teilnahme an der Rallye Abidjan-Nizza, auf der er sich 1977 mit seinem Motorrad in der libyschen Wüste verirrte. Rekordsieger der Dakar ist der Franzose Stephane Peterhansel, der auf dem Motorrad in den 90er Jahren insgesamt sechs Mal triumphieren und 2004 auch seinen ersten Erfolg im Auto feiern konnte. Der einzige Sportler, der das Rennen ebenfalls sowohl auf zwei (1981 und 1983) als auch auf vier Rädern (1992) gewonnen hat, ist Hubert Auriol. Der erfolgreichste Autofahrer ist der Finne Ari Vatanen mit vier Siegen zwischen 1987 und 1991. Im Jahr 2001 sorgte die Deutsche Jutta Kleinschmidt für eine Sensation, als sie als erste Frau die Autowertung der Dakar gewinnen konnte.
- Home
- Deutsch
  - Die Rallye
  - X-Raid
- English
- Impressum